Ausstellung und Sicherung einer Münzsammlung

Evangelisch-Lutherisches Kirchspiel Schildau / Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Sitzenroda

Jahr der Förderung: 2012, Fördersumme: 1 500,00 €

Das älteste Gebäude von Sitzenroda, die schlicht gestaltete Kirche, ragt weit über die kleine Ortschaft hinaus. Errichtet wurde sie in den Jahren 1571 bis 1572 mit umfangreicher Unterstützung von Kurfürst August I. Dieser hatte in der Umgebung weite Ländereien aufgekauft und zur kurfürstlichen Wildbahn schlagen lassen. Ab 1564 ließ sich August I. auch ein stattliches Jagdschloss in Sitzenroda errichten. Die St.-Marien-Kirche wurde in den vergangenen Jahren umfassend restauriert. Als 2008 bereits das Dach neu gedeckt worden war, begannen die Arbeiten im Innern des Gotteshauses.

Die Restaurateure, die in den Jahren 2010 und 2011 das Bankgestühl sanierten - ermöglicht durch eine Förderung der Sparkassenstiftung - fanden unter den Dielenbrettern einen unscheinbaren Schatz. Neben zahllosen anderen Hinterlassenschaften lagen Münzen aus verschiedenen Jahrhunderten unter dem Kirchenboden. Die älteste von ihnen stammt aus Salzburg, ist aus Silber und wurde 1555 geprägt. Eine weitere, 1564 geprägte, hat ihren Weg aus Nürnberg hierher gefunden.

Nachdem die Münzen fachmännisch gereinigt wurden, sollen sie sicher in der Kirche aufbewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dieses Vorhaben unterstützt die Sparkassenstiftung für die Region Torgau-Oschatz in diesem Jahr mit 1.500 Euro.


Förderempfänger
Evangelisch-Lutherisches Kirchspiel Schildau / Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Sitzenroda

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Evangelisch-Lutherisches Kirchspiel Schildau / Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Sitzenroda