Pressemitteilung 10.05.2017: Authentische Orte der Reformation

Sparkassenstiftung fördert Neugestaltung der Katharina-Luther-Stube und des Spalatin-Hauses in Torgau

Torgau/Leipzig, der 10. Mai 2017. Am 21. Mai werden in Torgau bei einer Festveranstaltung die neu gestaltete Katharina-Luther-Stube und das um 1493 errichtete, nun restaurierte und zum Museum umgebaute Spalatin-Haus mit der Ausstellung “Klang und Glaube” feierlich eingeweiht – beide Vorhaben wurden maßgeblich von der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen und der Sparkassenstiftung für die Region Torgau-Oschatz, die die Projekte mit insgesamt 50.000 Euro förderte, unterstützt. “Historische Bausubstanz als ein Teil unseres Erbes zu erhalten, ist immer eine doppelte Herausforderung”, sagt Michael Czupalla, Vorstand der Sparkassenstiftung: “Zum einen soll sie so lang wie möglich so schön wie möglich aussehen. Dass die Fassaden nicht nur eine Kulisse für Spaziergänger sind – das ist die zweite, ungleich größere Herausforderung. Katharina-Luther-Stube und Spalatin-Haus sind heute nicht mehr nur Fassade. Sie sind mit Wissen und Erlebnissen für die Gegenwart gefüllt.” Die Rolle Torgaus für die Reformation wird auch in der neuen Broschüre der Sparkassenstiftung Torgau-Oschatz beleuchtet, die pünktlich zur Festveranstaltung erscheint und in allen Filialen der Sparkasse Leipzig im früheren Landkreis Torgau-Oschatz erhältlich sein wird. Mehr dazu …

10.05.2017


Pressemitteilung 12.04.2017: Förderung für den Erhalt des historischen Erbes

Sparkassenstiftung unterstützt im ersten Halbjahr 2017 wieder Projekte in der Region Torgau-Oschatz

Leipzig, der 12. April 2017. Die Sparkassenstiftung für die Region Torgau-Oschatz unterstützt in den kommenden Monaten mit insgesamt rund 18.500 Euro wieder mehrere Projekte in ihrem Fördergebiet. Dazu gehören die Realisierung des Theaterprojektes “Lissi und die Zeit” des Lebenshilfe e. V. Oschatz, eine Ausstellung des Vereins zur Bewahrung und Förderung des ländlichen Raumes Ostelbien e. V. zur Geschichte des Ziegelbrennens im Ringbrandofen Großtreben, die Sanierung des Sockelbereiches an der Kreuzkirche Beilrode sowie die originalgetreue Reproduktion einer Schützenfahne von 1687, die die Privilegierte Scheibenschützengesellschaft zu Oschatz 1537/1990 e. V. plant. Darüber hinaus wird auch die Förderung der Döllnitzbahn mit 10.000 Euro weitergeführt. “Mit der Pflege von Bauwerken in der Region Torgau-Oschatz und der Erhaltung geschichtlicher Relikte liegt unser Fokus bei den vergebenen Förderungen auf dem Erhalt des historischen Erbes des Landkreises”, betont Michael Czupalla, Vorstandvorsitzender der Sparkassenstiftung: “Aber auch die Schaffung von Kulturspielräumen als kreativer Raum für die Menschen in der Region ist uns ein wichtiges Anliegen.” Mehr dazu …

12.04.2017


Pressemitteilung 31.03.2017: Projektionsfläche für ein verändertes Frauenbild

Am 1. April wird in Torgau Deutschlands einzige Gedenkstätte für Luthers Ehefrau Katharina von Bora wiedereröffnet.

Leipzig/Torgau, der 31. März 2017. Nach mehrmonatigem Umbau wird am Samstag,
1. April 2017 die Katharina-Luther-Stube in Torgau wiedereröffnet – ein Projekt, das die Sparkassenstiftung für die Region Torgau-Oschatz der Sparkasse Leipzig mit 10.000 Euro gefördert hat. “Wir freuen uns, dass die deutschlandweit einzige Gedenkstätte für Katharina von Bora im Reformationsjahr damit wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird”, erklärt Michael Czupalla, Vorstandsvorsitzender der Sparkassenstiftung: “An historisch verbürgtem Ort wird damit Martin Luthers Ehefrau gedacht, die so viel mehr war als das zeittypische ‘Heimchen am Herd’ und deshalb eine eigene Würdigung verdient”, so Czupalla weiter. Mehr dazu …

31.03.2017


Pressemitteilung 28.02.2017: Luthers Vermittler, Luthers Musiker, Luthers Frau

Zwei von der Sparkassenstiftung geförderte neu konzipierte Ausstellungen würdigen in Torgau drei herausragende Persönlichkeiten der Reformationszeit

Torgau / Leipzig, der 28. Februar 2017. Zwei Ausstellungsprojekte, gefördert von der Sparkassenstiftung für die Region Torgau-Oschatz, begleiten die Feierlichkeiten des Reformationsjahres 2017 in Torgau. “Als Residenz der sächsischen Kurfürsten sowie als Schauplatz des ersten, 1544 von Martin Luther geweihten Kirchenneubaus ist Torgau das politische Zentrum der Reformation in Sachsen”, erklärt Michael Czupalla, Vorstandsvorsitzender der Sparkassenstiftung: “Die Stadt ist voll von authentischen Orten der Reformationszeit – mit dem Spalatin-Haus und der Katharina-Luther-Stube präsentieren sich 2017 pünktlich zum Jubiläum zwei davon mit neuen Ausstellungskonzepten, die unsere Förderung von insgesamt 50.000 Euro begründen”, so Czupalla weiter. Mehr dazu …

28.02.2017


Pressemitteilung 13.12.2016: Auf den Spuren eines Märchendichters

Symbolische Spendenübergabe an Evangelischen Schulverein in Schweta am Mittwoch, 14. Dezember, 12.30 Uhr

Leipzig/Mügeln, der 13. Dezember 2016. Mit 5.000 Euro fördert die Sparkassenstiftung für die Region Torgau-Oschatz den Evangelischen Schulverein Apfelbaum e. V. Der Verein ist Träger einer Grundschule und eines Hortes in Mügeln/Schweta und wird das Geld für die Umsetzung des Projekts “Hans Christian Andersen im Oschatzer Land” verwenden, das gemeinsam mit der Werkschule Naundorf durchgeführt wird. Eine symbolische Spendenübergabe erfolgt am Mittwoch, 14. Dezember in der Schule in Schweta. “Das Projekt ist nicht nur ein wertvoller Baustein im Ganztagsangebot der Grundschule, sondern dient ebenso dazu, die Schule mit unterschiedlichsten Partnern in der Region noch stärker zu vernetzen”, erklärt Michael Czupalla, Vorstandsvorsitzender der Sparkassenstiftung. Mehr dazu …

13.12.2016


Kontakt

Sparkassenstiftung für die Region Torgau-Oschatz
Menckestraße 27
D-04155 Leipzig

Tel.: +49 341 – 5629 661
Fax: +49 341 – 5629 663
info(at)stiftung-torgau-oschatz.de

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Satzung

§ 1 Name, Sitz, Rechtsform

(1) Die Stiftung führt den Namen “Sparkassenstiftung für die Region Torgau-Oschatz”.
(2) Sie ist eine rechtsfähige Stiftung des Bürgerlichen Rechts.
(3) Sie hat ihren Sitz in Leipzig.

§ 2 Stiftungszweck

(1) Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts “Steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung.
(2) Die Stiftung ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
(3) Zweck der Stiftung ist die Förderung der Kultur und der Denkmalpflege in der Region Torgau-Oschatz (also dem Gebiet des Landkreises Torgau-Oschatz oder – nach etwaigen Kreisgebietsreformen – dem ehemaligen Gebiet des Landkreises Torgau-Oschatz in seiner räumlichen Ausdehnung vom 4. Dezember 2007).
Der Stiftungszweck wird insbesondere verwirklicht durch
– die Förderung der Musik, der Literatur, der darstellenden und bildenden Kunst und ihrer Einrichtungen, den Erwerb und die Verwaltung von Kunstwerken, Kunstgegenständen einschließlich der Durchführungen von Ausstellungen sowie von kulturellen Veranstaltungen, wie Konzerte und Kunstausstellungen, die zweckgebundene Vergabe von Mitteln an steuerbegünstigte Körperschaften oder Körperschaften des öffentlichen Rechts zum Erwerb von Kunstwerken und Kunstgegenständen, die Stiftung von Kunstpreisen,
– die Förderung der Denkmalpflege gemäß dem Gesetz zum Schutz und Pflege von Denkmälern im Landkreis Torgau-Oschatz durch Bereitstellung zweckgebundener Mittel zur Erhaltung und Wiederherstellung von Denkmälern.
(4) Die Stiftung wird sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben einer Hilfsperson i. S. d. § 57 Abs. 1 S. 2 AO bedienen, soweit sie die Aufgaben nicht selbst wahrnimmt.
(5) Zweck der Stiftung ist auch die Beschaffung von Mitteln zur Förderung der in Abs. 3 genannten Zwecke durch eine andere steuerbegünstigte Körperschaft oder durch eine Körper¬schaft des öffentlichen Rechts.
(6) Über die Vergabe von Stiftungsmitteln entscheiden die Organe der Stiftung.
(7) Ein Rechtsanspruch auf die Zuwendung von Stiftungsmitteln besteht nicht.

§ 3 Stiftungsvermögen

(1) Das Stiftungsvermögen besteht zunächst aus einem Barvermögen in Höhe von 1.000.000 DM, die der Stiftung im Jahr 1998 übertragen werden.
(2) Das Stiftungsvermögen ist vorbehaltlich Satz 2 in seinem Bestand ungeschmälert zu erhalten. Eine Inanspruchnahme des Stiftungsvermögens in Höhe von max. 10 v.H. ist zu¬lässig, wenn der Stiftungszweck anders nicht zu verwirklichen ist.
(3) Das Stiftungsvermögen erhöht sich gegebenenfalls durch Zustiftungen. Spenden oder sonstige Zuwendungen der Sparkasse Leipzig oder Dritter sind unmittelbar nach § 4 Abs. 1 zu verwenden. Das gilt nicht, wenn der Zuwendende ausdrücklich eine Zu¬führung zum Stiftungsvermögen gemäß Satz 1 dieses Absatzes bestimmt hat – sogenannte “Zustiftung”.
(4) Das Stiftungsvermögen ist auf Konten und Depots bei der Sparkasse Leipzig anzulegen.

§ 4 Erträgnisse des Stiftungsvermögens

(1) Die verfügbaren Mittel der Stiftung dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.
(2) Niemand darf durch Verwaltungsausgaben, Leistungen oder Zuwendungen, die mit dem Stiftungszweck nicht zu vereinbaren sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
(3) Dem Gewährträger der Sparkasse und den ihm nahestehenden Personen dürfen keine Finanz- und Sachmittel überlassen oder zugewendet werden.
(4) Auf Beschluss des Vorstandes kann die Stiftung freie Rücklagen bis zur Höhe des in der Abgabenordnung vorgesehenen Höchstsatzes bilden.

§ 5 Stiftungsorgane

(1) Organe der Stiftung sind der Vorstand und der Stiftungsbeirat.
(2) Die Mitglieder der Stiftungsorgane üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus. Sie haben Anspruch auf Ersatz ihrer Auslagen.

§ 6 Vorstand

(1) Der Vorstand besteht aus mindestens drei Personen.
(2) Auf Vorschlag des Vorstandes der Sparkasse Leipzig beruft der Stiftungsbeirat mindestens drei Mitglieder, und zwar den Vorsitzenden und den stellvertretenden Vorsitzenden sowie das weitere Mitglied oder die weiteren Mitglieder des Vorstandes der Stiftung.
(3) Die Amtszeit des Vorstandes beträgt vorbehaltlich Abs. 4 fünf Jahre. Die zu berufenden Mitglieder dürfen nicht gleichzeitig dem Stiftungsbeirat angehören. Eine erneute Berufung ist möglich.
(4) Die Amtszeit berufener Mitglieder des Stiftungsvorstandes endet vorzeitig, wenn der Stiftungsbeirat für das betroffene Vorstandsamt gemäß Abs. 2 eine andere Person beruft. Für den Fall, dass ein Vorstandsmitglied der Stiftung vor Ablauf der in Abs. 3 genannten Amtszeit ausscheidet, erfolgt die Berufung des Nachfolgers für die verbleibende Amtszeit.

§ 7 Aufgaben des Vorstandes

(1) Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte und hat im Rahmen des Stiftungsgesetzes und dieser Satzung den Stiftungszweck so wirksam wie möglich zu erfüllen.
(2) Der Vorstand hat insbesondere folgende Aufgaben:
a) die Verwaltung des Stiftungsvermögens, wobei die Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmannes zu beachten ist.
b) die Vorbereitung und Ausführung der Beschlüsse des Stiftungsbeirates,
c) die Aufstellung eines Planes über die Verwendung der verfügbaren Mittel vor Beginn des Geschäftsjahres sowie dessen Vorlage an den Stiftungsbeirat zwecks Beschlussfassung,
d) die Erstellung eines Jahresberichtes sowie des Jahresabschlusses nach handelsrechtlichen Vorschriften im Laufe der ersten sechs Monate nach Beendigung des Rechnungsjahres (Kalenderjahr). Der Vorstand legt dem Stiftungsbeirat den von der Revision der Sparkasse Leipzig geprüften Jahresabschluss zur Feststellung vor,
e) die Einreichung des vom Stiftungsbeirat festgestellten Tätigkeitsberichtes und Jahresabschlusses bei der Stiftungsaufsichtsbehörde,
f) die Vorlage des genehmigten Jahresabschlusses und des Tätigkeitsberichtes beim Verwaltungsrat der Sparkasse Leipzig zur Kenntnisnahme,
g) die Anzeige jeder Änderung der Zusammensetzung des Vorstandes an die Stiftungsaufsichtsbehörde.
(3) Der Vorstand vertritt die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich. Erklärungen, durch die die Stiftung verpflichtet werden soll, können nur gemeinsam von zwei Vorstandsmitgliedern abgegeben werden. Sie bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform.

§ 8 Beschlussfassung des Vorstandes

(1) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn der Vorsitzende, im Falle seiner Verhinderung der stellvertretende Vorsitzende, und ein weiteres Mitglied anwesend sind. Vorstandsbeschlüsse müssen mit Stimmenmehrheit gefasst werden. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Die Sitzung des Vorstands ist nicht öffentlich.
(2) Zur Wirksamkeit von Beschlüssen im schriftlichen Umlaufverfahren ist die Zustimmung aller Mitglieder des Vorstands zu diesem Verfahren notwendig. Für die notwendigen Beschlussmehrheiten gilt Absatz 1 entsprechend.

§ 9 Stiftungsbeirat

(1) Dem Stiftungsbeirat gehören an:
a) der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Leipzig
b) der Landrat des Landkreises Nordsachsen oder ein von ihm zu bestimmender Vertreter des Landratsamtes. Kommt es auf Ebene des Landkreises Nordsachsen zu Rechtsnachfolgen, ist mit dem Landkreis Nordsachsen jener Rechtsnachfolger gemeint, auf dessen Territorium sich der ehemalige Landkreis Torgau-Oschatz befindet. Bei mehreren Rechtsnachfolgen für Teilgebiete des ehemaligen Landkreises Torgau-Oschatz haben alle Rechtsnachfolger die Entsendung dieses Mitglieds des Stiftungsbeirates gemeinsam vorzunehmen.
c) der Oberbürgermeister der Stadt Torgau oder ein von ihm zu bestimmender Vertreter der Stadtverwaltung Torgau
d) der Oberbürgermeister der Stadt Oschatz oder ein von ihm zu bestimmender Vertreter der Stadtverwaltung Oschatz
e) zwei Vertreter der Sparkasse Leipzig, die vom Vorstand der Sparkasse Leipzig in den Stiftungsbeirat entsandt werden.
(2) Vorsitzender ist der jeweilige Vorsitzende des Vorstandes der Sparkasse Leipzig, seinen Stellvertreter wählt der Stiftungsbeirat aus seiner Mitte.
(3) Scheidet ein Mitglied des Stiftungsbeirates aus seinem Amt, seiner beruflichen Stellung bzw. aus dem Arbeits- oder Dienstverhältnis aus, so endet damit seine Mitgliedschaft im Stiftungsbeirat. An seine Stelle tritt der Nachfolger im Amt bzw. das vom Vorstand der Sparkasse Leipzig entsandte Mitglied.
(4) Die Amtszeit der Mitglieder des Stiftungsbeirates gemäß Buchstabe e) stimmt mit der Amtszeit des Stiftungsvorstandes überein. Nach Ablauf der Amtszeit üben diese bisherigen Mitglieder des alten Stiftungsbeirates ihre Tätigkeit bis zum Amtsantritt ihrer Nachfolger aus. Eine Entsendung für mehrere Amtszeiten ist möglich.
(5) Falls der Landrat des Landkreises Nordsachsen oder dessen Rechtsnachfolger bzw. die Oberbürgermeister der Städte Torgau und Oschatz Vertreter für die Mitarbeit im Stiftungsrat benennen, so ist deren Amtszeit vorbehaltlich § 9 Abs. 3 dieser Satzung auf fünf Jahre begrenzt. Die mehrmalige Bestimmung des Vertreters, und zwar jeweils für fünf Jahre, ist möglich.

§ 10 Aufgaben des Stiftungsbeirates

(1) Der Stiftungsbeirat überwacht die Geschäftsführung des Vorstandes und bestimmt die Richtlinien der Stiftungsarbeit, insbesondere stellt er die Beachtung des Stiftungszweckes sicher.
(2) Der Stiftungsbeirat ist zuständig für
a) die Kenntnisnahme des vom Vorstand aufgestellten Planes der verfügbaren Mittel und die Genehmigung des Jahresplanes zur Verwendung der Mittel. Einzelheiten der Mitwirkung bei der Vergabe der Stiftungsmittel werden in der Geschäftsordnung zur Mittelvergabe festgelegt,
b) die Genehmigung des Jahresabschlusses und die Entlastung des Vorstandes.
(3) Der Stiftungsbeirat beschließt auf Vorschlag des Vorstandes der Stiftung über
a) eine vorübergehende Inanspruchnahme des Stiftungsvermögens,
b) die Änderung der Satzung,
c) die Auflösung der Stiftung,
d) die Änderung der Geschäftsordnung zur Mittelvergabe.

§ 11 Beschlussfassung des Stiftungsbeirates

(1) Die Sitzungen des Stiftungsbeirates werden vom Vorsitzenden oder im Falle seiner Verhinderung durch den stellvertretenden Vorsitzenden mit einer Frist von mindestens sieben Tagen unter Mitteilung einer Tagesordnung einberufen. Der Vorsitzende muß mindestens zweimal jährlich eine Sitzung anberaumen, im übrigen stets, wenn mindestens drei Mitglieder des Stiftungsbeirates oder der Vorstand ihn darum ersuchen.
(2) Der Stiftungsbeirat ist beschlussfähig, wenn mindestens vier seiner Mitglieder, darunter der Vorsitzende oder sein Stellvertreter, anwesend sind. Der Stiftungsbeirat beschließt mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Ausgenommen sind Beschlüsse nach § 13 dieser Satzung. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden, im Falle seiner Abwesenheit des stellvertretenden Vorsitzenden den Ausschlag.
(3) Zur Wirksamkeit von Beschlüssen im schriftlichen Umlaufverfahren ist die Zustimmung aller Mitglieder des Stiftungsbeirats zu diesem Verfahren notwendig. Für die notwendigen Beschlussmehrheiten gilt Absatz 2 entsprechend.
(4) Sollte der Stiftungsbeirat wegen Beschlussunfähigkeit zu einer weiteren Sitzung zur Behandlung des gleichen Gegenstandes eingeladen werden, so ist der Stiftungsbeirat unabhängig von der Anzahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig. Hierauf ist in der Einladung ausdrücklich hinzuweisen. Die Sitzungen des Stiftungsbeirates sind nicht öffentlich.

§ 12 Stiftungsaufsicht

Die Stiftung unterliegt der staatlichen Aufsicht nach Maßgabe des jeweils geltenden Stiftungsrechts.

§ 13 Änderung der Satzung, Aufhebung der Stiftung

(1) Beschlüsse über Änderungen der Satzung bedürfen der Zustimmung von mindestens zwei Dritteln der Mitglieder des Stiftungsbeirates. Sie dürfen die Gemeinnützigkeit der Stiftung weder beeinträchtigen noch aufheben.
(2) Über die Aufhebung der Stiftung beschließt der Stiftungsbeirat mit einer Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder.
(3) Beschlüsse nach Abs.1 und 2 bedürfen der Genehmigung der Stiftungsbehörde.

§14 Anfallberechtigung

Im Falle der Aufhebung der Stiftung oder bei Wegfall des gemeinnützigen Zweckes fällt deren Vermögen in vollem Umfang an den Landkreis Torgau-Oschatz bzw. an dessen Rechtsnachfolger, bei mehreren Rechtsnachfolgen für Teilgebiete des Landkreises Torgau-Oschatz zu gleichen Teilen.
Das übertragene Vermögen ist unmittelbar und ausschließlich für Zwecke nach § 2 dieser Satzung oder für andere gemeinnützige Zwecke zu verwenden.
Dem Gewährträger der Sparkasse und den ihm nahestehenden Personen dürfen keine Finanz- und Sachmittel verbleiben oder zugewendet werden.

§ 15 Stellung des Finanzamts

Unbeschadet der sich aus dem Stiftungsgesetz ergebenden Genehmigungspflichten sind Beschlüsse über Satzungsänderungen und über die Aufhebung der Stiftung dem zuständigen Finanzamt anzuzeigen. Für Satzungsänderungen, die den Zweck der Stiftung betreffen, ist die Einwilligung des Finanzamtes einzuholen.

§ 16 Inkrafttreten

Die Satzung tritt mit dem Tage ihrer Genehmigung durch die Stiftungsbehörde in Kraft.

Leipzig, 20. Oktober 2015

Stiftungssatzung als PDF-Download.

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Presse

Pressemitteilung 10.05.2017: Authentische Orte der Reformation

Sparkassenstiftung fördert Neugestaltung der Katharina-Luther-Stube und des Spalatin-Hauses in Torgau

Torgau/Leipzig, der 10. Mai 2017. Am 21. Mai werden in Torgau bei einer Festveranstaltung die neu gestaltete Katharina-Luther-Stube und das um 1493 errichtete, nun restaurierte und zum Museum umgebaute Spalatin-Haus mit der Ausstellung “Klang und Glaube” feierlich eingeweiht – beide Vorhaben wurden maßgeblich von der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen und der Sparkassenstiftung für die Region Torgau-Oschatz, die die Projekte mit insgesamt 50.000 Euro förderte, unterstützt. “Historische Bausubstanz als ein Teil unseres Erbes zu erhalten, ist immer eine doppelte Herausforderung”, sagt Michael Czupalla, Vorstand der Sparkassenstiftung: “Zum einen soll sie so lang wie möglich so schön wie möglich aussehen. Dass die Fassaden nicht nur eine Kulisse für Spaziergänger sind – das ist die zweite, ungleich größere Herausforderung. Katharina-Luther-Stube und Spalatin-Haus sind heute nicht mehr nur Fassade. Sie sind mit Wissen und Erlebnissen für die Gegenwart gefüllt.” Die Rolle Torgaus für die Reformation wird auch in der neuen Broschüre der Sparkassenstiftung Torgau-Oschatz beleuchtet, die pünktlich zur Festveranstaltung erscheint und in allen Filialen der Sparkasse Leipzig im früheren Landkreis Torgau-Oschatz erhältlich sein wird.

Torgau: “Amme der Reformation”

Beide neu gestalteten Häuser fügen sich in das Gesamtensemble zu Reformation und Renaissance ein, das Torgau bietet. Schnell fanden Luthers Thesen von 1517 Resonanz in Torgau, das durch Friedrich III. von Sachsen (1463-1525) nach der Leipziger Teilung von 1485 zum Stammsitz des ernestinischen Sachsen ausgebaut worden war, zu dem auch Wittenberg gehörte. Obgleich Friedrich III. (genannt: der Weise) zutiefst im Katholizismus verwurzelt war, unterstützte er die lutherschen Ideen insofern, dass sie sich gegen päpstliche und kirchliche Finanzpraktiken und damit – politisch gesehen – auch gegen die stetige Machtausweitung des Kirchenstaates wandten. Wenngleich Friedrich der Weise Martin Luther während seiner Regierungszeit nie empfangen hat, weigerte er sich, das gegen den Theologen 1518 ausgesprochene Ketzerurteil anzuerkennen und bot ihm nach der Ächtung zwischen 1521 und 1522 die Unterbringung auf der Wartburg an. Als Mittler diente unter anderem Georg Spalatin, Freund und Vertrauter Luthers sowie Beichtvater Friedrichs, von dem er für seine Dienste ein Priesterhaus in Torgau, das Spalatin-Haus, erhielt. Unter Johann dem Beständigen und insbesondere Friedrich dem Großmütigen wurde Schloss Hartenfels schließlich umfassend erweitert und zum gebauten Manifest der Reformation.

Reformation mit Leben füllen

So fand die Reformation in Torgau eine Heimstatt. Während Wittenberg die “Mutter der Reformation” ist, gilt Torgau als deren “Amme”: als die Stadt, die die Ideen des Reformators politisch und gesellschaftlich lebensfähig machte: Allein etwa 60 Aufenthalte Martin Luthers in Torgau sind verbürgt. Nach Torgau flohen Katharina von Bora und weitere Nonnen in der Osternacht 1523 aus dem Kloster Nimbschen – Katharina wurde Luthers Ehefrau und Begleiterin, in Torgau verstarb sie schließlich und fand in der Stadtkirche St. Marien ihre letzte Ruhestätte. Der in Torgau zunächst noch an der Hofkantorei beschäftigte Johann Walter entwickelte mit Martin Luther ein erstes evangelisches Kirchengesangbuch als Basis für eine neue “deutsche Messe” und gründete 1526 in Torgau die Stadtkantorei, die neue Kirchenmusik nach reformatorischen Glaubenssätzen einstudierte und in der Stadtkirche aufführte – Walter gilt bis heute als “Ur-Kantor” der evangelischen Kirche. 1526 schlossen sich unter Führung des ernestinischen Kurfürsten Johann von Sachsen (dem Bruder Friedrich des Weisen) der evangelischen Kirche zugeneigte Fürsten zum Torgauer Bund zusammen, um für die Freiheit der Religionsausübung zu kämpfen. Philipp Melanchton, Justus Jonas der Ältere und Johannes Bugenhagen formulierten 1530 gemeinsam die “Torgauer Artikel”, ein theologisches Gutachten über kirchliche Zeremonien, das zur Grundlage für die Augsburger Konfession wurde. In Torgau fand die erste Taufe nach evangelischem Ritus statt, in Torgau schließlich entstand mit der Schlosskirche im Schloss Hartenfels der erste evangelische Kirchenneubau – 1544 persönlich von Martin Luther eingeweiht.

Wissen und Erlebnisse an authentischen Orten

Entsprechend finden sich in Torgau authentische Orte der Reformation allerorten: Die Katharina-Luther-Stube im Haus, in dem ihr Totenbett stand, und die Marienkirche, in der sie begraben wurde. Die Superintendentur, in der die Torgauer Artikel entstanden. Die Nikolaikirche als Ort der ersten evangelischen Taufe. Im frisch restaurierten Spalatin-Haus wurde die Ausstellung “Klang und Glaube” mit einer Würdigung Johann Walters eingerichtet. Schloss Hartenfels mit seiner Schlosskirche schließlich – 2015 Veranstaltungsort der 1. Nationalen Sonderausstellung im Rahmen der Lutherdekade. 2017 ist hier die Ausstellung “TORGAU. Residenz der Renaissance und Reformation” zu sehen.

Save the Date: Die Festveranstaltung zur Eröffnung des Spalatin-Hauses sowie zur Wiedereröffnung der Katharina-Luther-Stube findet gleichzeitig mit der sachsenweiten Eröffnung des Internationalen Museumstages am 21. Mai 2017 um 11.30 Uhr in der Torgauer Schlosskirche statt. Die offizielle Eröffnungszeremonie wird ca. 12.40 im Beisein von Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange und Oberbürgermeisterin Romina Barth am Spalatin-Haus erfolgen.

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